Geschrieben am 14.12.2009 | 12:35 pm

Platte der Woche: Black Rebel Motorcycle Club “Live”

Platte der Woche: Black Rebel Motorcycle Club

Ein Album, dass so erratisch darum bemüht ist, die Gräben in der Karriere einer Band zu flicken, hat den Namen “Live” nicht nur deswegen verdient, weil es sich um einen Konzertmitschnitt handelt – Black Rebel Motorcycle Club betreiben damit Vergangenheitsbewältigung.

Dieses Trio ist Rock’n’Roll, kein Zweifel. Im Jahre 2001, als die Strokes noch Greenhorns waren, veröffentlichten Black Rebel Motorcycle Club ihr sagenhaftes, gleichnamiges Debüt und alle Welt lag ihnen zu Füßen – selbst beim 2003 nachgeschobenen “Take Them On, On Your Own” hielten die Kritiker und das Publikum ihnen die Stange. Doch danach ging die Sache schief: Die drei Vollblutmusiker hatten plötzlich keinen Bock mehr auf Publicity, zogen sich zurück und irritierten 2005 mit einem zerschossen ziellos wirkenden Folk-Album namens “Howl”.

Black Rebel Motorcycle Club

Im Anschluss bestand die Band zeitweise nur noch aus Peter Hayes und Robert Been – was dazu führte, dass die beiden ihre letzte Studioplatte “Baby 81″ ganz allein aufnahmen. Ein Flop sondergleichen, der den Plattenvertrag kostete und dem nicht genug: Online wurde die Talfahrt fortgesetzt und das komplett verzichtbare Instrumentalwerk “The Effects Of 333″ vertrieben. Warum diese Vorgeschichte, wo es doch eigentlich um die erste Live-DVD/CD der Band geht? Um zu verstehen, welch Meisterleistung und Erleichterung dieses Tondokument nach Jahren der Irrungen und Wirrungen ist.

Black Rebel Motorcycle Club

Aufgenommen während der “Baby 81″-Tour, muss dem Black Rebel Motorcycle Club selbst aufgefallen sein, dass die Kurve ab 2003 deutlich sank und so verzichten sich weitgehend auf Songs von “Howl” oder “Baby 81″. Erstaunlich viel Material vom Debüt und dem Nachfolger präsentieren sie und wirken dabei so frisch, als hätte es die letzte Zeit nie gegeben. Regisseurin Tessa Angus schafft es zudem durch schnelle Schnitte und rasant wirkende Kamerafahrten die Stimmung auf den einzelnen Konzerten in Glasgow, Dublin und Berlin perfekt einzufangen.

Im kommenden März soll “Beat The Devil’s Tattoo” auf den Markt kommen und glaubt man den ersten Meldungen, eine Rückkehr zu den Wurzeln markieren. Es wäre dem Black Rebel Motorcycle Club mehr als zu gönnen, gerade weil “Live” sie musikalisch auf absolut bestechenden Niveau zeigt. Jetzt nur keine weiteren Irritationen mehr.

Label: Vagrant/Cooperative Music    Vö: bereits erschienen

Tracklist DVD:

1. Berlin
2. Weapon Of Choice
3. Rise Or Fall
4. 666 Conducer
5. Ain’t No Easy Way
6. Weight Of The World
7. Stop
8. All You Do Is Talk
9. Red Eyes And Tears
10. As Sure As The Sun
11. American X
12. Spread Your Love
13. Love Burns
14. Mercy
15. Dirty Old Town
16. Promise
17. Six Barrel Shotgun
18. Whatever Happened To My Rock And Roll (Punk Song)
19. Fault Line
20. Took Out A Loan
21. The Show Is About To Begin
22. Heart And Soul

Tracklist Bonus-DVD:

1. „Howl“ Studio Sessions
2. Making Of „Weapons Of Choise“
3. Devils Waiting Somerset House
4. „Rifles“ Live At T In The Park
5. „American X“ Short Film
6. BBC Radio Sessions Birmingham
7. Bonus Cocert Footage
8. „Feel It Now“ Jam

Tracklist Live-CD:

1. Weapon Of Choic
2. Rise Or Fall
3. 666 Conducer
4. Ain’t No Easy Way
5. Berlin
6. Red Eyes And Tears
7. Love Burns
8. Mercy
9. Dirty Old Town
10. Promise
11. Six Barrel Shotgun
12. Spread Your Love
13. Took Out A Loan
14. Whatever Happened To My Rock And Roll (Punk Song)

Und die vergangene “Platte der Woche” findet ihr hier!

8 Kommentare zu „Platte der Woche: Black Rebel Motorcycle Club “Live”“

  1. Platte der Woche: Black Rebel Motorcycle Club “Live” schrieb am 14.12.2009 | 13:46

    [...] post by WillFM and software by Elliott [...]

  2. stellar schrieb am 05.01.2010 | 18:01

    sorry, aber der review ist voller fehler. nächstes mal bitte sauberer recherchieren.

    es sei dennoch vergeben, denn er kommt zum richtigen schluss. ‘live’ ist durchaus wert mehr beachtet zu werden.
    ;)

  3. WillFM schrieb am 06.01.2010 | 10:48

    hallo stella,
    wäre es möglich, dass du deine kritik in sachen “voller fehler” konkretisieren könntest – als autor dieser zeilen wäre ich natürlich sehr daran interessiert, keine fehler im text zu haben.
    vielen dank und viele grüße

  4. Berti schrieb am 06.01.2010 | 23:29

    Ich vermut mal fast, dass stellar damit meint, dass z.B. gerade “baby 81″ unter fans total umjubelt ist, da es die rückkehr zu den eigentlichen wurzeln markiert nach dem zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftigen “howl”. noch dazu kommt, dass es eben das album “howl” war, das nur zu zweit aufgenommen wurde, danach stieß schlagzeuger nick jago wieder hinzu und fehlt nun erneut beim nächsten album, wo er von raveonettes-schlagzeugerin leah saphiro ersetzt wird.

  5. Berti schrieb am 06.01.2010 | 23:42

    kurzer nachtrag: selbst das video is vielleicht etwas unglücklich gewählt, wenn dass dann auch noch ein song von der so umstrittenen platte “howl” is die ja in der review alles andere als gut wegkommt…

  6. WillFM schrieb am 07.01.2010 | 12:41

    letztens endes würde die kritik aber damit auf geschmäcklerische sachen hinauslaufen – wem welches album gefällt, welches video wo gepostet wird. bei den fehlern die bemägelt werden, handelt es sich jedoch um “unsaubere recherche” und ich wäre ich daran interessiert, wo mir die anhand von falschen jahreszahlen etc unterlaufen sein soll, cherrs

  7. Berti schrieb am 11.01.2010 | 02:15

    also wenn du nun aber bemängelst dass es auf geschmäcklerische sachen hinausläuft dann kannst du in deiner review auch z.b. nicht schreiben das “howl” ein “zerschossen ziellos wirkendes Folk-Album” wäre, es soll nämlich genausogut leute geben die “howl” gerade dafür schätzen dass es einen kompletten kontrast zum restlichen bandmaterial bietet, auch wenn ich nicht zu diesen gehören mag. zudem is nach wie vor falsch recherchiert dass “baby 81″ zu zweit aufgenommen worden wäre, da nämlich für eben jenes album nick jago wieder dabei war.

  8. Gubi schrieb am 01.02.2010 | 06:41

    Mal ganz davon abgesehen, dass die Tracklist vollkommen ausgewogen aus allen 4 Alben besteht.
    Oh man, das hat hier nix mit falschen Jahreszahlen zu tun, sondern ist schlichtweg ziemlicher Unsinn.

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